Zu den Nährstoffen, die während der Schwangerschaft besonders wichtig sind, gehören Folsäure, Jod, Fluor, Kalzium und Eisen.
Folsäure (Vitamin B9) spielt eine große Rolle bei der Zellbildung. Eine ausreichende Zufuhr an Folsäure trägt also dazu bei, dass sich der Embryo von Anfang an gut entwickeln kann. Wer ein Kind plant, sollte am besten schon vor der geplanten Zeugung regelmäßig Folsäure einnehmen, denn sie ist besonders in den sehr frühen Phasen der Schwangerschaft wichtig und kann Fehlbildungen vorbeugen.
Folsäure ist zwar in relativ vielen Lebensmitteln enthalten, beispielsweise in grünem Blattgemüse, in Broccoli, Rosenkohl, Tomaten, Karotten, Spargel, Nüssen, Eiweiß und Vollkornprodukten. Das empfindliche Vitamin wird aber durch Einwirkung von Licht und Hitze schnell zerstört. Vor und während einer Schwangerschaft ist die Einnahme eines speziellen Präparates deshalb durchaus sinnvoll.
Jodmangel während der Schwangerschaft kann Wachstumsstörungen verursachen, die Gehirnentwicklung verlangsamen, zur Kropfbildung schon beim ungeborenen Kind führen oder gar Fehl- und Totgeburten auslösen. Um dem Jodmangel vorzubeugen, sollten Schwangere viel Milchprodukte zu sich nehmen und außerdem ein jodiertes Speisesalz verwenden. Je nach Fall kann der Arzt auch spezielle Jod-Tabletten verschreiben.
Fluor ist wichtig für das gesunde Knochenwachstum und auch für die Härtung des Zahnschmelzes. Seefische, schwarzer Tee und Mineralwasser sind eine gute Quelle für Fluor, außerdem ist mit Fluor angereichertes Speisesalz im Handel erhältlich, oft auch in Kombination mit einem Jod-Zusatz, manchmal sogar mit Folsäure.
Kalzium ist neben seiner bekannten Rolle als wichtiger Baustein von Knochen und Zähnen auch an der Zellteilung stark beteiligt. Aus diesem Grund braucht auch der heranwachsende Embryo besonders viel Kalzium. Kalzium ist in der normalen Nahrung reichlich enthalten, vor allem in Milchprodukten, darunter besonders in Hartkäse, in Nüssen, in Vollkornbrot und in grünem Blattgemüse. Damit der Körper der Schwangeren das Kalzium auch wirklich verwerten kann, braucht er auch noch Vitamin D. Vitamin D wird im Körper unter Mitwirkung von UV-Strahlung aus Cholesterin gebildet, das beispielsweise in fettreichen Fischsorten vollfetten Milchprodukten vorkommt.
Während der Schwangerschaft erhöht sich die Blutmenge der Schwangeren, weil über das Blut das Kind versorgt wird. Deshalb steigt auch der Bedarf an Eisen. Eisen ist in grünem Blattgemüse, Roter Bete, Aprikosen, Erdbeeren, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.
Bei Vegetarierinnen kann unter Umständen die Eisenzufuhr problematisch werden, da der Körper Eisen aus tierischen Quellen besser aufnimmt als aus pflanzlichen. Tipp: In Kombination mit Vitamin C nimmt der Körper Eisen besser auf. Eisenreiche Lebensmittel also einfach in Kombination mit einem Glas Orangensaft essen oder mit einem Spritzer Zitronensaft würzen.
Omega-3-Fettsäuren sind beim Aufbau des Körpers unverzichtbar. Sie unterstützen den Aufbau von Augen und Gehirn beim Kind und können eventuell sogar Fehlgeburten verhindern helfen. Sie sind vor in Ölen und in fettreichen Fischsorten enthalten. Die Fettsäuren aus Leinöl, Rapsöl und Walnussöl werden jedoch nicht im gleichen Ausmaß zu den für die Entwicklung des Kindes wichtigen Substanzen verstoffwechselt wie die Fettsäuren aus beispielsweise Lachs, Makrelen oder Sardinen.


