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Das Babyzimmer einrichten

Die gute Nachricht zuerst: In den ersten Jahren muss das Zimmer des Babys weder besonders groß sein noch besonders aufwändig eingerichtet werden. Die schlechte Nachricht: Qualität ist wichtig, da schlecht verarbeitete Möbel im Kinderzimmer ein Sicherheitsrisiko sind.

 

Am Anfang sind Babys sowieso am liebsten in der Nähe ihrer Eltern, und das ständig. In den ersten paar Jahren reichen daher ein Babybett, ein Wickeltisch oder eine Wickelkommode und ein Schrank oder eine Kommode zur Wäscheaufbewahrung vollkommen. Schön, wenn auch noch eine bequeme Sitzgelegenheit Platz findet, zum Stillen und Füttern.

Eine kleine Warnung vorweg: Schwangere sollten sich bei der Einrichtung des Zimmers helfen lassen! Sie dürfen auf keinen Fall schwere Möbel heben und verschieben, auf Leitern herumklettern und Farbdämpfe einatmen. Wer keinen Partner hat, sollte Familie und Freunde um Hilfe bitten. Prinzipiell ist die Schwangerschaft aber eine gute Zeit für das Einrichten des Babyzimmers – nach der Geburt hat man mit dem Kind alle Hände voll zu tun.

Mit Rücksicht auf Hausstaubmilbenallergien raten viele Experten im Babyzimmer zu einem glatten Fußbodenbelag, der täglich feucht gewischt werden kann. Wieder andere sind der Meinung, dass gerade auf einem glatten Boden ständig Allergene aufgewirbelt werden. Als Kompromiss kann man natürlich einen glatten Boden mit ein paar losen Teppichen verschönern und gemütlicher machen. Die Teppiche sollten natürlich waschbar sein und einen rutschfesten Rücken haben. Andernfalls kann man auch eine Anti-Rutsch-Unterlage verwenden.

Die Wände kann man entweder in Weiß oder in einer klaren, sanften Farbe streichen. Zu kräftige und grelle Farben oder auch wilde Muster können Babys nervös machen. Gelb scheint übrigens den meisten Babys gut zu gefallen! Zudem erspart es den Eltern den lästigen Zwang, das ganze Zimmer in Rosa oder Blau einzurichten. Ein gelb gestrichenes Zimmer sieht auch wärmer und einladender aus als ein weißes, gerade am Anfang, wenn noch wenig Möbel darin stehen.

Ähnlich wie für die Farbe gilt auch bei der Dekoration im Babyzimmer: weniger ist mehr. Zu viele optische Eindrücke können das Baby überreizen. Einige wenige Bilder mit klaren Motiven und ein einfaches Mobile über dem Bett sind für den Anfang ausreichend.

 

Für das ganze Zimmer gilt: Alle Einrichtungsgegenstände gründlich auslüften lassen! Das gilt nicht nur für Möbel nach dem Auspacken, sondern auch für die Wandfarbe, die natürlich schadstofffrei sein sollte. Das Zimmer sollte mindestens zwei Tage lang ausgelüftet worden sein, bevor das Baby einzieht.

Auch im "Normalbetrieb" muss man das Babyzimmer täglich mehrmals lüften. Lüften befördert Keime aus der Zimmerluft hinaus ins Freie, und auch Allergene aus dem Wohnraum werden so weniger. Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von etwa 60% ist wichtig, damit die Nasenschleimhaut des Babys nicht austrocknet. Auch dafür sorgt das Lüften.

Pflanzen sollte man nicht ins Babyzimmer stellen. Das liegt weniger daran, dass sie nachts Sauerstoff verbrauchen, sondern weil sie in der Blumenerde bzw. im Pflanzsubstrat Schimmelpilzsporen einschleppen können, die stark allergen sind.

Die Temperatur des Babyzimmers sollte tagsüber 22°C betragen, nachts etwa 20°C. Ab dem vierten Lebensmonat reichen in der Nacht 18 bis 20°C.

 
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