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Das richtige Kinderbett

Fast noch wichtiger als der Kinderwagen ist das Kinderbett. Ob man sich anfangs für einen Stubenwagen oder gleich für ein Babybett entscheidet ist hauptsächlich eine Frage des Geschmacks – und der Finanzen.

 

Ein Stubenwagen ist praktisch, weil man ihn von einem Zimmer in das andere schieben kann. Solange das Kind nachts gestillt wird, kann es im Schlafzimmer der Eltern schlafen, ohne dass der Wagen viel Platz wegnimmt. Alternativ gibt es aber auch Stillbetten, einseitig offene Betten, die direkt an das Elternbett anschließen ("Babybalkon"). Die Mutter muss für das Stillen nicht aufstehen, und Babys spüren die Nähe der Eltern und schlafen so meist ruhiger als in einem Stubenwagen oder einer Wiege. Sobald das Kind zu Krabbeln beginnt, darf das Stillbett nicht mehr verwendet werden, da das Baby aus dem Kinderbett herausfallen könnte.

Kinderbetten sind anfangs zu groß für Babys, die meist eine beschränkte und überschaubare Umgebung vorziehen. Die große Fläche lässt sich aber leicht verkleinern, bewährt haben sich dazu beispielsweise Stillkissen. Gerade durch die Größe lässt sich das Kinderbett aber mehrere Jahre lang verwenden, besonders wenn es in der Größe und Höhe auch noch "mitwächst".

Bei Kinderbetten ist es wichtig, dass sie sich in der Höhe verstellen lassen. Schließlich müssen sich die Eltern in den ersten Jahren viel und oft über das Bett beugen, wenn sie ihr Kind hineinlegen oder herausnehmen.

Die Gitterstäbe müssen den Sicherheitsvorschriften entsprechen, d.h. die Abstände zwischen den einzelnen Stäben darf nicht mehr als 65 mm sein. Bei größeren Abständen besteht die Gefahr, dass das Kind sich den Kopf oder andere Körperteile einklemmt. Außerdem sollte das Bett keinerlei Bohrlöcher oder Zwischenräume jeglicher Art haben, in denen das Kind sich verletzen könnte.

 

Um die Gesundheit des Babys nicht zu gefährden, darf das Bett auch keinerlei Schadstoffe wie Formaldehyd und dergleichen enthalten. Zudem sollte man das Kinderbett rechtzeitig kaufen, damit es einige Wochen lang "auslüften" kann. Auch die Kindermatratze sollte natürlich schadstofffrei hergestellt und antiallergisch sein, möglichst aus Latex. Der Überzug der Matratze sollte unbedingt waschbar sein.

Für alle Arten von Kinderbetten gilt: Die Belüftung rund um das Kind muss gewährleistet sein. Ungenügende Luftzirkulation, beispielsweise durch "luftdichte" Bettumrandungen oder zusätzliche Decken, gilt heute als eine der möglichen Ursachen für den plötzlichen Kindstod. Auch die Überhitzung des Kindes und seine Schlafposition sind Risikofaktoren.

Um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen, werden folgende Maßnahmen für die Schlafumgebung des Babys empfohlen: Eine Zimmertemperatur von 16 bis 18°C, Rückenlage, eine luftdurchlässige feste Matratze und ein passender Schlafsack für das Kind – keine Decken, Kissen, Felle, Mützen etc. Ein der Temperatur angepasster Schlafsack ist das Richtige für das Baby.

Zudem soll es in den ersten sechs Monaten hilfreich sein, das Kind auch nachts nach seinem Bedarf zu stillen. Durch die kürzeren und weniger tiefen Schlafphasen lässt sich das Risiko des plötzlichen Kindstodes möglicherweise senken.

 
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