Zur Berechnung des Geburtstermins gibt es zwei Methoden: Die rein rechnerische Methode oder die Bestimmung des Termins nach Ultraschalluntersuchungen. Die Größe des Kindes wird mit verschiedenen Tabellen verglichen, die auf Statistiken basieren und einen wahrscheinlichen Geburtstermin errechnen lassen.
Die rechnerische Methode geht vom ersten Tag der letzten Periode aus und rechnet 280 Tage dazu, das entspricht den 40 Schwangerschaftswochen. Rechnerisch ist die Schwangerschaft also etwa zwei Wochen länger als in Wirklichkeit, da der Eisprung und damit der wahrscheinlichste Zeitpunkt für die Befruchtung meist etwa zwei Wochen nach dem Einsetzen der letzten Regelblutung liegt. Dies wird so gehandhabt, da das genaue Datum der Befruchtung normalerweise nicht bekannt ist. Ausnahme sind Paare, die sich ein Kind wünschen und deshalb genau nach Plan Geschlechtsverkehr haben.
Zusätzlich verwirrend ist der Kontrast der "medizinischen" Dauer einer Schwangerschaft mit 40 Wochen und der "traditionellen" Dauer von neun Monaten. Das liegt an dem schon erwähnten angenommenen Startdatum zu Beginn der letzten Menstruation und daran, dass Mediziner von Mondmonaten ausgehen, also von Monaten mit genau vier Wochen. Kalendermonate sind jedoch länger als die Mondmonate.
Etwas veraltet ist inzwischen die nach der Naegele'schen Regel, die in ihrer erweiterten Form auch die durchschnittliche Zykluslänge berücksichtigt und so auf den Geburtstermin kommt.
Individuelle Abweichungen vom errechneten Geburtstermin sind möglich durch Krankheiten, bei Mehrlings- oder Risikoschwangerschaften oder aufgrund schädlicher äußerer Umstände wie Stress oder Träumen.
Ein Geburtsterminrechner nimmt das lästige Rechnen ab; in das Formular wird einfach der Start der letzten Menstruation eingetragen, und der Computer kann den wahrscheinlichen Geburtstermin berechnen.


