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Mama³ – Wenn es etwas mehr sein darf

Bei einer Mehrlingsschwangerschaft wachsen gleichzeitig mehrere Kinder heran, die dann auch bei der gleichen Geburt zur Welt kommen.

 

Auch eine Zwillingsschwangerschaft ist eine Mehrlingsschwangerschaft, hat aber – wahrscheinlich wegen ihres häufigeren Auftretens – einen eigenen Namen bekommen. Die anderen "gängigen" Mehrlinge haben zwar auch ihre eigenen Bezeichnungen, wer von Mehrlingen spricht meint aber meist Drillinge, Vierlinge und Fünflinge.

Zur Entstehung von Mehrlingen und Zwillingen kommt es, wenn mehrere Eizellen bei einem Geschlechtsverkehr befruchtet werden oder wenn eine befruchtete Eizelle sich in einem extrem frühen Stadium teilt und aus ihr zwei oder mehr Embryonen entstehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft steigt mit dem Alter der Frau; ein heute weit verbreiteter Grund sind auch Hormonbehandlungen zur Steigerung der Fruchtbarkeit. Werden bei einer künstlichen Befruchtung mehrere Eizellen eingepflanzt, können sich unter Umständen alle davon einnisten und weiter entwickeln.

 

Landläufig akzeptierte "Anzeichen" für eine Mehrlingsschwangerschaft sind ein überdurchschnittlicher Bauchumfang, auffällig viele Bewegungen und viele spürbare Körperteile, vor allem mehr als zwei "harte und große" Körperteile, also Kopf und Steiß des Kindes. Als medizinisch sichere Nachweise gelten dagegen, wenn auf dem Ultraschallbild mehrere Föten nachweisbar sind und wenn mehrere Herztöne hörbar sind.

Bei einer Mehrlingsschwangerschaft ist das Risiko für die Schwangere und ihre Kinder viel höher als bei einer "normalen" Schwangerschaft. Typische Schwangerschaftsbeschwerden treten öfter und stärker auf, die Sterblichkeitsrate der Schwangeren ist erhöht und es kommt öfter zu Frühgeburten. Wird eine Mehrlingsschwangerschaft festgestellt, werden die Vorsorgeuntersuchungen deshalb alle zwei Wochen durchgeführt, ab etwa der 28. SSW sogar jede Woche.

 
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