Wer während der Schwangerschaft Sport treiben möchte, kann und sollte das auch tun. Sport unterstützt den Kreislauf, was für Schwangere besonders wichtig ist, immerhin werden während dieser Zeit an die zwei Liter Blut zusätzlich durch den Körper bewegt. Besonders gut geeignet sind während der Schwangerschaft sanfte Sportarten wie Yoga, Radfahren, Spazierengehen oder Wassergymnastik.
Gerade wer schon immer viel sportlich aktiv war, kann das auch in der Schwangerschaft sein, natürlich vorausgesetzt es werden keine gefährlichen Sportarten oder Hochleistungssport betrieben! Auch wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen kann Vorsicht geboten sein, also etwa wenn die Schwangere schon einmal eine Fehl- oder Frühgeburt hatte.
Im richtigen Maß aber ist Bewegung sehr vorteilhaft für Mutter und Kind. Sie hilft typischen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft – schweren Beinen, Krampfadern, Rückenschmerzen – vorzubeugen. Das Kind profitiert von der besseren Durchblutung, die für das Ungeborene eine bessere Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen bedeutet.
In speziellen Kursen für Schwangerschaftsgymnastik lernen Schwangere Übungen gegen verspannte Muskeln und stärken die Muskulatur, die während Schwangerschaft und Geburt besonders beansprucht wird: Rücken, Brustmuskulatur und Beckenboden.
Oft stellen schwangere Sportlerinnen fest, dass sie schneller ermüden als vorher. Es hat gar keinen Sinn, den Körper weiter zu pushen als er gehen will. Der Körper braucht Ruhe, und die sollte er auch bekommen. Erschöpfung und Unbehagen beim Sport sind Warnsignale, die nicht ignoriert werden dürfen.


